Branco-Sarac

Profil

Branco Sarac wurde am 02.09.1960 in Serbien geboren und ist dem Handballsport seit seinem 10. Lebensjahr verfallen. Neben zahlreichen Titeln (3x Meister und 3x Pokal) als Trainer und Spieler, hat der sympathische Mann auch sehr viele Freunde auf seinem langen Handballweg kennengelernt und gewonnen. Der Spieler mit den Trikotnummern10 und 2 (in Serbien) und 4 (in Luxembourg) ist seit 2008 auch erfolgreich als Schiedsrichter tätig.

Interview

…Hallo Branco, starten wir mit unserer ersten Frage. Wie bist du damals zum Handball gekommen bzw. wie lange hast du gespielt ?

– 1970 habe ich angefangen, in meiner damaligen Grundschule wurde eine allgemeine Sportselektion gemacht und ich habe mich für den Handball entschieden. Gespielt habe ich bis 2001. Zwischenzeitlich war ich auch Trainer/Spielertrainer, von 1995-1997 beim HC Berchem.

…und für welche Vereine hast du alles gespielt in Serbien und hier in Luxembourg? Und wieso ?

– Sloga Pozega 1974-79, Rakovica Beograd 1979-85, PKB Beograd 1985-86, Rakovica 1986-89, HBC Bascharage 1989-93 und HC Berchem 1993-2001
Ich wollte mich immer sportlich Weiterentwickeln und habe deshalb bei mehreren Vereinen gespielt.

…An welche „handballerischen Momente“ erinnerst du dich denn zurück (positiv, wie auch negativ) ?

Positiv: In meiner Juniorenzeit, in Serbien, hatte ich tolle Trainer im Verein (Tucovic Gvozdan, Bobo Sijak), und auch bei der Junioren-Nationalmannschaft (Mihajlo Obradovic, Branislav Pokrajac). Es gab immer eine super Kameradschaft in den Mannschaften, in denen ich gespielt habe. Und natürlich der erste Meistertitel mit HC Berchem

Negativ: Verletzungen: Knie (Meniskus) und Schul-ter (ausgekugelt). Und das letzte Meisterschaftsspiel (Finale) der Saison 1993-94 in Echternach, das wir knapp verloren haben.

…Welchen Rat würdest du einem jungen Nachwuchsspieler mit auf den Weg geben, damit er den Sprung aus der Jugend zu den Senioren schafft ?

– Den Handballsport zu 100% lieben und sich investieren. Viel Geduld haben und den älteren Spielern zuhören, um von ihnen zu lernen.

…Du kommst ursprünglich aus Serbien, wie kam es, das du (mit deiner Frau) nach Luxembourg gekommen bist ?

– Als damaliger Handballprofi war es ein Traum sich im Ausland beweisen zu können. Die allgemeine politische und wirtschaftliche Krise in Serbien haben auch dazu beigetragen das Land verlassen zu wollen. Der Kontakt wurde zwischen dem Manager des damaligen Vereins (Rakovica Beograd) und dem Präsidenten des Handball Kaerjeng hergestellt, der auf der Suche nach ausländischen Profispielern war.

…Dein Sohn Vlado spielt selbst seit seiner Kindheit beim HC Berchem, ihr habt sogar noch zusammen gespielt. Was für ein Gefühl war das und wie fühlt es sich jetzt an, da er den Verein verlässt nach der Saison ?

– Es war ein Vergnügen mit ihm eine kurze Zeit zusammen spielen zu können. Es tut mir Leid, dass er den Verein verlässt, aber das ist seine persönliche Entscheidung. Mir erging es beim Wechsel von Bascharage nach Berchem ähnlich. Aus sportlichen Gründen wollte ich etwas Neues probieren.

…Du bist als Schiedsrichter tätig seit vielen Jahren. Was hat dich zu diesem Schritt bewegt? Und was macht dir so viel Spass daran ?

– Durch die mangelnde Anzahl an Schiedsrichter hier im Land, hat der Handballverband 2008 bei mir angefragt. Und, da ich neue Herausforderungen liebe, habe ich mich dafür entschieden. Da ich den Handballsport über alles liebe, war es immer ein Vergnügen, dabei bleiben zu können. Ich denke, dass gute Handballspiele auch nur mit guten Schiedsrichtern möglich sind und dies ist immer wieder eine tolle Herausforderung.

…Was zeichnet für dich den HC Berchem aus ?

– Zu meiner aktiven Zeit als Spieler hat jeder für den Verein „gelebt“ und das hat ihn ausgezeichnet. Seitdem ich als Schiedsrichter aktiv bin, kann ich mich leider nicht mehr so stark mit dem Verein beschäftigen. Ich denke, dass das Engagement für den Verein (Spieler, Verantwortliche, Anhänger, etc.) mit der Zeit etwas abgebaut hat, zb. durch Beruf, Schule, etc., was heutzutage auch verständlich ist, und diese Teile heute etwas fehlen um gemeinsam stärker zu sein.

… kommen wir zur vergangenen Saison und den Senior 1. Bist du mit dem Verlauf der Saison zufrieden ?

–  Natürlich nicht. Das ist sehr weit von dem entfernt, was dem Verein und seinem Renommee nach möglich ist/wäre.

…Wo und wie siehst du den Verein in der Zukunft ?

– Der Erfolg in der Zukunft hängt viel von der Qualität der Jugendarbeit ab. Unter der Bedingung, dass die Jugendspieler auch zu ausreichenden Spieleinsätzen in der 1.Mannschaft kommen, also rechtzeitig gefördert werden. In den letzten Jahren haben ausländische Spieler nicht die erforderliche Qualität zum Erfolg der Mannschaft gehabt (großer finanzieller Aufwand). Deshalb sollte, in Zukunft, die Priorität in der Jugendarbeit liegen.

Vielen Dank, Branco, für das Interview und deine Zeit. Viel Spass und Erfolg weiterhin.

 

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