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Profil

Steve Moreira ist am 25.12.1988 geboren worden. Nach 13 Jahren bei seinem Heimatverein HB Petange ist Steve im Sommer 2010 zum HC Berchem gestoßen und ist seither Feuer und Flamme für den Verein. Sei es als Spieler bei den Herren oder wenn etwas organisiert werden muss. Der Mann mit der Trikotnummer 16 schaffte sogar den Sprung in die Nationalmannschaft und konnte in seiner Premierensaison den bislang letzten Meisterschaftstitel mit dem HC Berchem gewinnen.

Interview

…Hallo Steve. Wie bist du damals zum Handballsport gekommen bzw. wie lange spielst du jetzt schon?
– Ich bin mit 9 Jahren zu meinem ersten Training in Petange gegangen. Damals waren 3-4 Jungs in meiner Schulklasse, die schon im Verein spielten und die haben mich dann auch mitgenommen und es war schnell klar, dass ich auf der Position des Torwarts mich am Wohlsten fühle.

…Du hast deine ganze Jugend und auch 2 Spielzeiten bei den Herren beim HC Petange verbracht und bist 2010 nach Berchem gewechselt. Was hat dich zu diesem Schritt veranlasst?
– Ich wollte mich selbst weiterentwickeln und meine eigenen Leistungen verbessern bzw. steigern. Zusätzlich bekam ich die Chance als junger Torwart zu einem grossen Verein zu wechseln. Ich bereue diesen Schritt bis heute auf gar keinen Fall, nicht in persönlicher und auch aus sportlicher Sicht.

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…Was sind für dich die wesentlichen Unterschiede der beiden Vereine?
– In Berchem bestehen schon gewisse Strukturen, die ein großer Verein haben sollte um erfolgreich arbeiten zu können, zb. in der Organisation, Infrastruktur, Planung, etc. und die ganze Gemeinde „atmet“ HC Berchem. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber der Verein arbeitet daran, sich immer weiter zu entwickeln. Und mit seinen Ressourcen effektiv umzugehen.

…An welche „handballerischen Momente“ erinnerst du dich zurück (positiv, wie auch negativ)?

– Positiv war vor allem die erste Meisterschaft. Das war ein unglaubliches Gefühl. Und am selben Wochenende haben wir sogar mit der U23 dann noch den luxemburgischen Pokal gewonnen. Die beiden Erlebnisse direkt in meinem 1. Jahr zu Berchem waren schon große Highlights.
Und natürlich die Einladungen und Spiele mit der Nationalmannschaft.
Negativ hingegen war die Niederlage im Pokalhalbfinale 2013 gegen Bascharage in der Coque. Ich wollte unbedingt ins Finale, weil ich noch nie dort war…leider ist mir das bis heute noch vergönnt geblieben.

…Welchen Rat würdest du einem jungen Nachwuchsspieler mit auf den Weg geben, damit er den Sprung aus der Jugend zu den Senioren schaffen kann?
– Man sollte die älteren Mitspieler respektieren und ihrem Rat folgen. Dadurch kann man sich am schnellsten weiterentwickeln.
Außerdem sollte man nicht den Kopf hängen lassen, wenn man mal nicht so viele Spielanteile hat wie in der Jugend, sondern man sollte weiter kämpfen und viel an sich arbeiten. Denn irgendwann kommt dann die Zeit, in der man auch wieder mehr spielt.

 

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…In deinen vielen Jahren als Spieler hast du sehr viele verschiedene Trainer gehabt. Welche/n würdest du herausheben, bei dem/denen du sagst, der/die hat/haben mich am meisten geprägt oder geformt?
– Jean-Claude Müller, war sicherlich ein Mensch der meine Karriere beeinflusst hat. Er war damals mein erster Trainer und hat mir das Handball-ABC beigebracht und mit Ihm haben wir, in der Jugend, viele Erfolge gefeiert. Auch die Arbeit, die er für den Verein gemacht hat (Präsident oder Trainer) und immer noch macht, finde ich bewundernswert. Er lebt für den HB Petange.
In Berchem waren es Jean-Marc Toupance und Gony. Im Verbund mit Mike Majerus (Torwarttrainer) konnte ich mich weiter entwickeln und meine Leistungen kontinuierlich steigern.

…Du sprichst gerade Mike Majerus an. Du hast ja auch noch 2 Jahren mit ihm zusammen gespielt und jetzt arbeitet er als Torwarttrainer mit dir. Wie ist das als junger Mann neben so einer erfahrenen Institution zu spielen und ein Gespann zu bilden?
– Es war auch ein Grund warum ich nach Berchem gewechselt bin. Ich habe in dieser Zeit viel von Ihm lernen können. Was mich aber am meisten begeisterte war, egal wie er spielte, er wusste immer, dass die Mannschaft im Vordergrund steht.
Und er gab mir zu verstehen, dass ohne harte Arbeit auch ein Mike Majerus nicht das Niveau erreicht hätte, welches er erreicht hat! An seiner Seite zu trainieren und zu spielen hat mich in meiner Entwicklung sehr nach vorne gebracht.
Es geht jetzt auch nahtlos weiter, weil er mein Torwarttrainer ist und er mich immer noch fördert, damit ich mich weiter evaluieren kann. Mit dem Ziel die Mannschaft zu unterstützen und einen starken Rückhalt zu bilden.

…Bei all den Aktivitäten beruflich und sportlich, bleibt dir da eigentlich noch viel Freizeit? Und wie gestaltest du diese?
– Ja es ist richtig, das unsere Sportart auf unserem Level viel Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch versuche ich die knappe restliche Zeit mit meiner Freundin, meiner Familie und meinen Freuden zu verbringen.

 

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…Was zeichnet für dich den HC Berchem aus?
– Er ist eine riesige Familie. Die sportlichen Leistungen, bei den Herren, waren in den letzten 3 Jahren nicht die Erhofften, aber dennoch hat keiner der Offiziellen oder die Leute um das Team herum das Boot verlassen. Unsere Fans kommen immer noch zu jedem Spiel und sorgen für tolle Stimmung und schöne Atmosphäre. Diese Leute gehören einfach zum Team dazu.
…Kommen wir zu den Herren 1. Wie bist du mit dem Verlauf der Saison zufrieden? Und was erhoffst du dir für die weitere Spielzeit?
– Wir wussten nicht richtig wo wir hinsteuerten am Anfang der Saison, da ja wichtige Spieler den Verein verlassen haben und wir einige Jugendspieler in den Kader aufgenommen haben. Ich denke, dass wir aber bis jetzt eine gute Arbeit geleistet haben. Den gewissen Respekt, den der HC Berchem in den letzten 3 Jahren verloren hatte, kommt bei unseren Gegner zurück. Wir sind eine junge Mannschaft, die, wie ich glaube, dem HC Berchem noch viel Freude bringen kann.

…Wo und wie siehst du den Verein in der Zukunft?
– Ich denke, es muss viel auf die Jugendarbeit gesetzt werden, denn nur so kannst du über viele Jahre auf einem hohen Level spielen und auch ein Verein bleiben, mit dem sich die Leute, gerade aus unserer Gemeinde, identifizieren können.
Gute Jugendarbeit, einer noch besseren Integration der Jugendspieler in die 1. Mannschaft und Geduld sind für mich Garanten, dass der HC Berchem wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen wird.

Vielen Dank, Steve, für das Interview und deine Zeit. Viel Spass und Erfolg weiterhin.

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