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Profil

Profilbild Marc Marc Meyers wurde am 14.11.1973 geboren. Der Familienvater von 3 Söhnen ist seit geraumer Zeit auf den Handballgeschmack gekommen. Er unterstützt den Verein in vielerlei Hinsichten, sei es als Zeitnehmer oder Sekretär bei Jugendspielen, in der neuformierten Jugendgruppe oder als helfende Hand bei den organisierten Events. Der „sportlich-begeisterte Zuschauer“ Marc, arbeitet hauptberuflich als Direktor des „Conservatoire de la Ville de Luxembourg“.

Interview

…Hallo Marc. Wie/Wann bist du damals zum HC Berchem gekommen und welche Aufgaben hast du dort übernommen?
– Der Kontakt zum HC Berchem ist natürlich durch unsere 3 Söhne Scott, Kell und Tim entstanden. Nachdem wir 2003 in die Gemeinde Roeser gezogen sind und sich die Kinder nach und nach für Sport interessierten, hat unser Ältester den Wunsch ausgedrückt Handball spielen zu wollen und hat die beiden Jüngeren mit seiner Leidenschaft „infiziert“.
Aktuell spielt Scott in der U14, Kell in der U12 und Tim bei der U10. Dies macht eben aus, dass meine Frau und ich immer öfter am Spielfeldrand sitzen und bei Bedarf selbstverständlich mit anpacken, ob das als Sekretär/Zeitnehmer ist oder in der neu gegründeten Jugendkommission.

…Hast du auch mal selbst Sport in einem Verein betrieben?
– Ich bedauere seit einiger Zeit und 40 Kilo Gewichtszunahme sportlich nicht mehr aktiv zu sein. Dennoch bin ich zuversichtlich dem irgendwann wieder Abhilfe schaffen zu können. Judo, Tennis, Joggen und Fitness gehörten u.a. zu meinen doch sehr regelmäßigen sportlichen Aktivitäten zwischen 1920 und 1960… 😉

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…An welche „handballerischen Momenten“ oder „sportlichen Momenten“ erinnerst du dich zurück (positiv, wie auch negativ)?
– Sowohl positiv als auch negativ kann ich mich komischerweise zu Kommentaren und Gestiken auf der Tribüne bei den Herren 1 Spielen hinreißen lassen, die mir im alltäglichen Leben eher fremd sind…;)
Ich glaube, dass die erst seit kurzem entstandene Leidenschaft für den Handball einerseits und für den HC Berchem andererseits mit mehreren Parametern verbunden ist: Ich würde mich als einen loyalen Menschen sehen und dadurch, dass wie bereits beschrieben, die eigenen Kinder Handball spielen, gehen die bei mir damit verbunden Emotionen schon sehr unter die Haut.
Andererseits ist Handball aber auch Tempo, Energie und Spannung pur und nicht zuletzt steht der HC Berchem in seiner bodenständigen Art für einen familiären Umgang mit Werten wie Natürlichkeit, Fairness, Courage, etc.

…Thema Beruf: Was ist deine genaue Berufsbezeichnung, wo arbeitest du und welche Themengebieten zählen zu deinen Aufgaben?
– Ich bin Direktor des ‘Conservatoire de la Ville de Luxembourg’. Das Konservatorium zählt zurzeit 3200 Schüler in den Fachbereichen Musik, Theater und Tanz. 152 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten über 140 Fächer in 6000 Wochenkursen und 2400 Wochenstunden. Darüber hinaus organisiert und unterstützt ein rund 50-köpfiges Team (Administration und Technik) die pädagogische Mission, sowie die Rolle des Konservatoriums als Kultur/Konzerthaus mit über 500 Konzerten, Masterclasses, Konferenzen, etc pro Jahr. Meine Arbeit ist zum größten Teil administrativ, ohne den Kontakt zur aktiven Kunst aus den Augen zu verlieren.

…Du hast mit deiner Frau eine Familie mit 3 Söhnen, alle spielen auch beim HC Berchem. Bleibt dir da neben deiner Familie, dem Beruf und der Unterstützung beim Handball auch Zeit für dich? Wie versuchst du deine wenige Freizeit zu gestalten.
– Eigentlich kaum, wenn man Familie, Beruf und Hobbys der Kinder abrechnet. Allerdings sehe ich es auch mit anderen Augen. Familie und Hobbys der Kinder gehören zu den Momenten, die ich genieße und rechne sie demnach zu den Stunden, die ich als “Zeit für mich” bezeichnen würde.
Es stimmt, dass seitdem die 3 Jungs in 3 verschiedenen Teams des HC Berchem spielen, die Wochenenden noch besser ausgefüllt sind als vorher. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass meine Frau dies alles makellos organisiert, nicht nur seit meinem Unfall beim Vizfest 😉

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…Ihr 5 zuhause seid alle beim HC Berchem involviert. Sprecht ihr auch zuhause viel über Handball oder gibt es auch noch andere Gesprächsthemen bei euch?
– Auf jeden Fall ist Handball ein großes Thema bei uns, Tendenz sogar steigend 😉 nicht nur verbal: das Geräusch eines aufprallenden Handballs ist auch ziemlich omnipräsent, weil mindestens einer von den drei Jungs irgendwie am Dribbeln ist. Dies ist aber kein Grund zur Sorge. Wir sprechen auch viel über Musik, etc oder über alles was so im Alltag anfällt.

…Was zeichnet für dich den Verein HC Berchem aus?
Man hört es zwar sehr oft, aber der HC Berchem ist wie eine große Familie. Man trifft sich nicht nur beim Handball, sondern auch außerhalb. Jeder bringt sich irgendwie in den Verein ein um ihn zu unterstützen, jeder auf seine eigene Weise.

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…Kommen wir zu den Herren 1. Wie bist du mit dem Verlauf der Saison zufrieden? Und was erhoffst du dir für die weitere Spielzeit?
– Es geht wieder aufwärts nach 3 durchwachsenen Saisons. Die letzten Begegnungen ausgeklammert, spielen “wir” durchaus auf dem gleichen Niveau wie die anderen Clubs, auch wenn die finanziellen Parameter nicht vergleichbar sind.
Vielleicht habe ich auch die Vereinsbrille auf, aber eigentlich sind die Spiele, die “wir” knapp gewonnen haben nicht glücklich zu Stande gekommen, sondern verdient gewesen. Andersherum hatten wir auch schon Pech, siehe das Spiel in Differdange.

Ich hoffe, dass “wir”, das aufgezeigte Potential auch in den restlichen Monaten wieder unter Beweis stellen können und durchaus in den Playoffs, von der Tabelle her, noch alle Türen offen haben. In den letzten Jahren kam dem HC Berchem eher die Rolle des “Beinstellers” zu, ohne aktiv noch viel erreichen zu können. Da ist deutlich mehr drin, wenn wir es fertig bringen motiviert und konzentriert über 60 Minuten zu spielen, ohne zwischenzeitliche Einbrüche zu erleiden, die einen erarbeiteten Vorsprung verpuffen und einen bedeutsamen Rückstand ausufern lassen.

…Wo und wie siehst du den Verein in der Zukunft?
Berchem/Roeser ist nicht New York, die Ressourcen sind begrenzt und werden sich auch trotz großem Engagement von allen Beteiligten voraussichtlich nicht vervielfachen lassen. Umso wichtiger ist es, dass der Verein deontologisch seinen Werten treu bleibt. Ich glaube, dass vor allem dem Nachwuchs allergrößtes Interesse gelten muss, weil die jungen Spieler die Zukunft des HC Berchem ausmachen. Natürlich ist der sportliche Erfolg immer der beste Motor für einen Verein. Allerdings kennen wir alle auch genügend Beispiele, die zeigen, wie schnell ein Verein, dem der menschliche Zusammenhalt fehlt in sportlich kritischen Phasen auseinanderbricht. Ich bin sicher, dass der HC Berchem in allen Bereichen aus dem Holz geschnitzt ist, das ihm erlaubt, sowohl sozial, zwischenmenschlich, kollegial und sportlich vorne mitzuspielen…ganz vorne!

Vielen Dank, Marc, für das Interview und deine Zeit. Viel Spass und Erfolg weiterhin.

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