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Profil

Cedric Stein wurde am 16.01.1989 geboren und ist dem Handballsport seit seinem 8. Lebensjahr treu geblieben. Cedric ist momentan der dienstälteste Spieler bei den Herren und hat somit viele Höhen und Tiefen miterlebt. Der Mann mit der Trikotnummer 8 wurde 2x luxemburgischer Meister und 3x luxemburgischer Pokalsieger. Neben seiner beruflichen Ausbildung als Educateur interessiert er sich in seiner Freizeit für den Agility-Sport.

Interview

…Hallo Cedric. Wie bist du damals zum Handball gekommen bzw. wie lange spielst du jetzt schon ?

– Ich habe 1997 in Berchem angefangen und spiele jetzt bereits 17 Jahre im gleichen Verein. Mein damaliger Trainer war bereits Goni, genauso wie heute. Ich bin eigentlich zum Verein gestoßen, weil 2 Freunde aus der Nachbarschaft mich mitgenommen haben zum Training. Beide haben aufgehört, der eine nach kurzer Zeit und der andere nach 2-3 Jahren. Ich bin jedoch dem Verein bis heute treu geblieben. Ich spielte als erstes 4-5 Jahre als Torwart und danach wechselte ich ins Feld.

 

…Du spielst seit deinen Anfängen beim HC Berchem? Du hast bisher nie einen Vereinswechsel in Erwägung gezogen. Wieso denn ?

– Mir gefällt die Struktur des Vereins sehr gut. Es ist wie in einer großen Familie. Wenn man Hilfe benötigt, bekommt man diese auch vom Verein, Mitgliedern oder den Mitspielern. Viele Spieler kenne ich auch schon sehr lange, da ich mit ihnen zusammen spiele bzw. gespielt habe. Und dann hatte ich die großartige Möglichkeit mit meinen Vorbildern aus meiner Jugendzeit gemeinsam bei den Herren zu trainieren und spielen. Deshalb war es mir auch eine Ehre sehr lange mit diesen erfolgreichen Handballern zusammen arbeiten zu können und viel von ihnen zu lernen.

 

…An welche „handballerischen Momente“ erinnerst du dich denn zurück (positiv, wie auch negativ) ?

– Negative Erfahrungen :

  • 3x die Meisterschaft im letzten Spiel verloren.

Im Pokal gegen den HB Esch (auswärts) eine Pausenführung von 9 Toren abzugeben und dann noch mit 3 Tore zu verlieren.

  • Viele Vereinswechsel von Freunden in den letzten Jahren.
  • Einige Verletzungen.

– Positive Erfahrungen :

  • Alle Europapokalspiele wie zum Beispiel in Sandefjord, Minsk, Skopje, Balatonfüredi, Wolgograd, etc). Das sind einmalige und wunderschöne Erlebnisse.
  • Alle Titel, die ich mit dem HC Berchem erreicht habe, am meisten, die letzten beiden Titel. Viele neue Freunde, die man findet.

 

…Du bist die Allzweckwaffe im Team der Herren 1. Du kommst auf jeder Position zurecht, woran liegt das und auf welcher Position fühlst du dich am wohlsten ?

– Woran das liegt kann ich selbst nicht sagen. Ich habe damals als Torwart angefangen. Ich spielte 4 Jahre lang im Tor und wurde sogar für die Jugend-Nationalmannschaft nominiert, was damals auch nicht allzu schwer war .

Im Alter von 12 Jahren wollte ich aber lieber ins Feld, was mir mit viel Mühe auch irgendwann gelang. Danach spielte ich in meiner ganzen Jugendzeit entweder im linken Rückraum oder auf der Mittelposition. Als ich in die erste Mannschaft kam, wurde ich überall eingesetzt. Am Anfang als Linksaußen oder im linken Rückenraum. Nach einiger Zeit wurde ich im rechten Rückraum eingesetzt, und der Trainer meinte, dass ich meine Aufgaben dort nicht so schlecht verrichten würde   Seit dem spiele ich auch auf dieser Position ab und an.

Auf der Position, auf der ich mich aber am wohlsten fühle ist der linke Rückraum oder in der Mitte. Dort kann man zur Hand angreifen und mehr bzw. besser Druck machen. Es ist einfacher als Rechtshänder von links anzugreifen.

 

…Welchen Rat würdest du einem jungen Nachwuchsspieler mit auf den Weg geben, damit er den Sprung aus der Jugend zu den Senioren schaffen kann ?

– Man sollte die älteren Mitspieler respektieren und ihrem Rat folgen. Dadurch kann man sich am schnellsten weiterentwickeln.

Außerdem sollte man nicht den Kopf hängen lassen, wenn man mal nicht so viele Spielanteile hat wie in der Jugend, sondern man sollte weiter kämpfen und viel an sich arbeiten. Denn irgendwann kommt dann die Zeit, in der man auch wieder mehr spielt.

 

…In deinen vielen Jahren als Spieler hast du sehr verschiedene Trainer gehabt. Welche/n würdest du herausheben, bei dem du sagst, der/die hat/haben mich am meisten geprägt oder geformt ?

– Maurizio Parisotto (Nationalmannschaft). Bei ihm hat man sehr viel Disziplin gelernt, jedoch hatte ich immer Spaß, wenn ich zu seinem Training ging. Außerdem brachte er uns das Einmaleins im Handball sehr gut bei.

– Agron „Goni“ Shabani (Verein). Ich kenne ihn, seit ich angefangen habe Handball zu spielen. Er hat meine ganze Entwicklung im Handball miterleben können und ihm ist es zu verdanken, dass ich heute in der 1. Mannschaft in Berchem spielen kann.

 

…Du bist neben dem Handball viel in der Gemeinde Reiser engagiert. Beruflich machst du eine Ausbildung als Erzieher. Bleibt denn da noch viel Freizeit, wenn ja, wie versuchst du sie zu nutzen ?

– Viel Freizeit hat man leider nicht mehr, dafür müsste man die Tage, um einige Stunden verlängern. Wenn ich welche habe, dann versuche ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Freundin und meinen Freunden zu verbringen.

An Wochenenden gehe ich manchmal Agility schauen in Bettembourg. Da meine Eltern im Verein aktiv sind und ich bereits als Kind immer dabei war und noch sehr viele Leute dort kenne.

Außerdem verbringe ich sehr gerne Zeit mit meiner Familie (Bruder, Eltern, Tante).

 

…Was zeichnet für dich den HC Berchem aus ?

– Der HC Berchem war immer und bleibt eine große Familie, der Zusammenhalt stimmt und jeder versucht den Verein auf seine Weise zu unterstützen.

Das sieht man schon alleine an den vielen Freundschaften, die im und durch Verein entstanden sind.

 

…Kommen wir zu den Herren 1. Wie bist du mit dem Verlauf der Saison zufrieden? Und was erhoffst du dir für die weitere Spielzeit ?

–            Die Vorbereitung ist ziemlich gut verlaufen, es waren fast immer alle Spieler anwesend und jeder hat mitgezogen. Das einzige Problem waren immer wieder kleinere Verletzungen bei dem einen oder anderen Spieler.

Die Integration unserer Jugendspieler und Neuzugänge dauert auch noch eine Weile, da dass ein langwieriger Prozess ist.

Ich hoffe, dass wir dieses Jahr die Titelanwärter etwas ärgern und ihnen Punkte wegnehmen können. Alles was über dem 4 Platz ist, ist sehr gut für uns, da wir im Umbruch sind. Es haben sehr viele erfahrene Spieler aufgehört oder haben den Verein gewechselt.

 

…Wo und wie siehst du den Verein in der Zukunft ?

–            Wie bereits erwähnt, benötigen wir jetzt einige Zeit um eine neue Generation zu formieren. Wenn diese Mannschaft zusammen bleibt über die Jahre, kann wieder eine sehr gute Mannschaft entstehen und der HC Berchem kann wieder einige Titel feiern .

Dies ist der guten Jugendarbeit der Trainer, Betreuer und Helfer in den jeweiligen Jugendmannschaften zu verdanken.

 

Merci

Vielen Dank, Cedric, für das Interview und deine Zeit. Viel Spass und Erfolg weiterhin.

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Cedric Stein

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